Deal-Verhandlung & Pricing

Sobald ein Influencer Interesse zeigt, übernimmt der Agent Pricing und Verhandlung. Grundlage sind die Regeln des Kunden und die echten Zahlen des Deals: erwartete Views, Geo-Verteilung der Audience, die Deliverables und die Nutzungsrechte. Niemand muss mehr jedes Angebot nach Gefühl prüfen.

Der Ausgangspunkt

Influencer-Deals zu bepreisen ist regelbasierte Arbeit, die bisher in den Köpfen einzelner Leute steckte. Preise richten sich nach den erwarteten Views, nicht nach Followerzahlen, und werden als CPM gegengeprüft. Für jeden Deal suchte jemand die aktuellen Views heraus, prüfte die Verteilung der Audience und rechnete dieselbe Logik von Hand neu.

Die Pakete machten es schlimmer. Ein Reel plus drei Story-Frames mit Link-Sticker, bezahlte Nutzungsrechte für vier Wochen, vielleicht noch Whitelisting obendrauf. Jeder Bestandteil wird anders bepreist, und ein Manager, der 15 bis 20 Prozent nimmt, verschiebt die Zahl noch einmal.

In der Masse bricht das zusammen. Angebote blieben tagelang unbeantwortet, die Preise schwankten je nachdem, wer gerade verhandelte, und hinterher konnte niemand erklären, warum ein Deal den doppelt so hohen CPM hatte wie der nächste.

So funktioniert es

  1. 01

    Holt vor dem ersten Gegenangebot aktuelle Views und Audience-Daten

  2. 02

    Gleicht Geografie, Views und Exklusivität mit dem Briefing ab

  3. 03

    Berechnet den Zielpreis aus Ziel-CPM und Geo-Verteilung

  4. 04

    Bepreist Reels, Stories, Nutzungsrechte und Whitelisting einzeln

  5. 05

    Lehnt unpassende Creator höflich ab („vielleicht beim nächsten Mal“)

  6. 06

    Verhandelt in Runden und gibt nur im erlaubten Rahmen nach

  7. 07

    Hält die Konditionen fest, sobald beide Seiten bestätigen

Sonderfälle, die er abdeckt

Der Manager öffnet einen abgeschlossenen Deal wieder

Kommt ein bereits vereinbarter Deal mit 20 Prozent Aufschlag für nie besprochene Nutzungsrechte zurück, wird er neu aus der Rate-Card kalkuliert, nicht nach Gefühl nachverhandelt.

Der Preis stimmt, die Audience nicht

Ein fairer CPM für die falschen Märkte bleibt ein schlechter Deal. Statt direkt abzusagen, kontert der Agent mit einem geo-angepassten Preis und erklärt die Rechnung in der Antwort.

Das Angebot verschweigt die Manager-Provision

Preise, die eine Provision von 15 bis 20 Prozent für den Manager enthalten oder in einer anderen Währung genannt sind, werden erst normalisiert und dann mit dem Zielpreis verglichen.

Die genannten Views passen nicht zum Nachweis

Wenn die Story-Views im Screenshot den geforderten Preis nicht tragen, rechnet der Agent mit den geprüften Zahlen neu und legt die Rechnung im Thread offen.

Der Deal bleibt nach dem Gegenangebot liegen

Ein Follow-up, dann wird der Deal geparkt und gemeldet. Deals, die sich länger als etwa drei Wochen ziehen, kommen über den Preis selten noch zustande, also verbrennt der Agent dort keine Zeit mehr.

Die Forderung liegt über der Schmerzgrenze

Alles außerhalb der Vorgaben des Kunden geht direkt an einen Menschen, samt vollständiger Verhandlungshistorie. Der Agent geht nie eigenmächtig über seine Regeln hinaus.

Verbundene Tools

Google SheetsRate-Card, Margenregeln und Influencer-Daten
Communication agentübergibt interessierte Influencer samt vollständiger Historie
InstagramAudience- und View-Daten hinter jedem Gegenangebot
HubSpotDeal-Datensätze und vereinbarte Konditionen
Gmailwo die Verhandlungs-Threads laufen
Google DocsKunden-Briefings mit Ziel-CPM und Geo-Regeln
Slackmeldet Deals außerhalb der Vorgaben

Was autonom läuft

Der Agent übernimmt

  • Abgleich jedes Influencers mit dem Kunden-Briefing
  • Zielpreis und Schmerzgrenze pro Deal
  • Höfliche Absagen an unpassende Creator
  • Gegenangebote über mehrere Verhandlungsrunden
  • Normalisierung von Angeboten über Währungen und Provisionen hinweg
  • Eintrag der vereinbarten Konditionen in den Deal-Datensatz

Beim Team bleibt

  • Regeln, Budgets und Schmerzgrenzen
  • Deals, die außerhalb der festgelegten Vorgaben liegen
  • Partnerschaften, die über eine einzelne Kampagne hinausgehen

Was das spart

Einheitliches, regelbasiertes Pricing bei jedem Deal, ohne dass jemand jedes Mal den geo-angepassten CPM neu rechnet. Die Marge der Agentur ist automatisch geschützt.

Jeder Deal wird gleich kalkuliert, nach derselben Logik, bei jedem Volumen. Wie gut das Budget eingesetzt wird, hängt nicht mehr davon ab, wer gerade am Rechner sitzt.

Und Angebote werden in Minuten beantwortet, statt tagelang liegen zu bleiben. Das entscheidet oft darüber, ob ein Creator noch im Posting-Zeitraum zusagt oder der Slot weg ist.

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